ÖFFNUNGSZEITEN

Dauer- und Sonderausstellung

Wasser ist nicht nur zum Waschen da. Bäderarchitektur zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Di - Fr 10 bis 17 Uhr

Sa, So und Feiertage 11 bis 18 Uhr

am Sonntag, den 10.11., schließt das Museum bereits um 16.30 Uhr wegen einer Abendveranstaltung

TERMINVORSCHAU

Römischer Kindertag

27.10. 11-18 Uhr:

Kleine Römer erobern das Museum

verschiedene Workshops für Kinder, nur Materialkosten

14-17 Uhr Schülerführer erklären die Badekultur der Römer

Seniorenführung

03.11.

15 Uhr: Dieter Freyer führt seniorengerecht durch die Dauerausstellung

kostenlos, nur Eintritt

Vortrag: "Wasser ist nicht nur zum Waschen da. Bäderarchitektur zu Beginn des 20. Jahrhunderts"

08.11., 19 Uhr: Vortrag zur gleichnamigen Sonderausstellung von Kuratorin Lucia Klug M.A.

Eintritt frei, in Zusammenarbeit mit dem RVDL

Einlass: 18.30 Uhr

Jetzt auch bei Instagram zu finden #roemerthermenzuelpich

Wasser ist nicht nur zum Waschen da. Bäderarchitektur zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Müller'sches Volksbad, München (c)SWM_Jorge Royan

05.09.2019 - 05.01.2020

Bäderarchitektur beinhaltet die Privat-, Schwimm-, Volks- und Kurbäder. Spaßbäder gab es zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht. Erste Ideen finden sich ab Ende der 1920er-Jahre, wie das Projekt „Thermenpalast“ in Berlin, welches aber nicht umgesetzt wurde.

Schwimmen wurde erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts ein Teil der Freizeitgestaltung. Unterstützt wurde diese Bewegung durch die Gründung des Deutschen Schwimmverbands 1886. Volksbäder wurden vor allem seit der Industrialisierung notwendig, da man der Bevölkerung ganzjährig einen Ort zur Körperreinigung zur Verfügung stellen wollte. Der deutsche Mediziner Oskar Lassar hatte diese sog. Hygienebewegung unterstützt. Er stellte bei der Hygiene-Ausstellung 1883 in Berlin reproduzierbare Brausebäder vor und forderte „Jedem Deutschen wöchentlich ein Bad!“. Private Badezimmer gab es auch in den 1930er-Jahren nur in durchschnittlich jedem fünften Haushalt.

Da nicht nur die Reinigung, sondern auch die Erholung wichtiger wurde, sollten die Volksbäder auch beides möglich machen. Neben den Wannen- und Brausebädern, sowie Schwimmhallen wurden, vor allem ab der Jahrhundertwende, Saunen, Friseure und sogar Hundebäder mit installiert.

Auch in Kurbädern gab es Entwicklungen, die mehr Möglichkeiten in der Freizeitgestaltung eröffneten. Neben Theatern wurden auch Bibliotheken, Cafés und Geschäfte in den Kurorten angesiedelt. Zusätzlich zu den Brunnenpavillons gab es zur Trinkkur häufig die Möglichkeit, Zeit in der anschließenden Wandelhalle zu verbringen. Eine ganzjährige Nutzung wurde dadurch möglich.

In Bad Kissingen wurde ein Arkadengang zwischen der Wandelhalle am Rakoczibrunnen und dem Regentenbau angelegt. Der Heilsuchende konnte nun zwischen dem Brunnengebäude, dem Sport- und Hauptgebäude bei jedem Wetter flanieren.

Gebäude der Volks- und Kurbäder werden heute nur teilweise noch in ihrer ursprünglichen Funktion genutzt. Aus dem Stadtbad Duisburg wurde zum Beispiel das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt, das Stadtbad in Alt-Hürth steht leer und das Goseriedebad in Hannover wurde zu einem Bürogebäude umfunktioniert. In den Badehäusern von Bad Nauheim befinden sich ebenfalls Büroräume, ein Lokal und ein Sportstudio neben der Ausstellung der Stiftung Sprudelhof Bad Nauheim. Viele Bäder von vor 100 Jahren mussten dennoch geschlossen oder abgerissen werden. Die Ausstellung zeigt, wie unterschiedlich die Architekturgestaltung zu dieser Zeit war und wie anders die Menschen, im Vergleich zu heute, gebadet haben. Schwimmgurte um Trockenübungen zu machen, werden heute nicht mehr verwendet und wurden längst von Schwimmflügelchen und Schwimmgürteln mit Auftriebskörpern abgelöst, um nur ein Beispiel zu nennen.

Rahmenprogramm zur Ausstellung

08.09.: „Tag des offenen Denkmals“

Eintritt frei

13-15 Uhr SchülerInnen führen Kinder und ihre Eltern

13-15 Uhr Mache ein Foto von dir in Bademode der 1920er-Jahre

15 Uhr Kuratorenführung

08.11.: 19 Uhr Vortrag „Wasser ist nicht nur zum Waschen da. Bäderarchitektur zu Beginn des 20. Jahrhunderts“ von Kuratorin Lucia Klug M.A., Eintritt frei, in Zusammenarbeit mit dem RVDL

01.12.: 15 Uhr Kuratorenführung

Führungen sind auch auf Anfrage möglich: 1 Stunde 30,00 €