Um 1900 wurde Wasser zum Waschen, Spülen, Trinken, Putzen, Reinigen und zur Heilung verwendet. Haushalte wurden häufig über zentrale Brunnen versorgt, selten gab es bereits ein Rohrleitungssystem, um Privatpersonen direkt mit Wasser versorgen zu können. Neben der körperlichen Reinigung mit Schwamm und Schüssel zu Hause gab es Volksbäder mit einzelnen Wannen- und Brausebädern, die man kostenpflichtig nutzen konnte. Die Entstehung solcher Volksbäder geht auf den Mediziner Oskar Lassar zurück. Er setzte sich für eine Verbesserung der Hygiene in allen Bevölkerungsschichten ein. Prototypen seiner reproduzierbaren Brausebäder stellte er bei der Hygiene-Ausstellung 1883 in Berlin vor. Unter dem Motto „Jedem Deutschen wöchentlich ein Bad!“ gründete er 1899 die Deutsche Gesellschaft für Volksbäder.
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