Im Römischen Reich war die Nachfrage nach Schmucksteinen groß. Ihr Repertoire reichte vom Siegelring bis zu rein der Zierde dienenden Kameen und Gemmen. Schmucksteine wurden jedoch auch zu Propagandazwecken genutzt. Große Prunkedelsteine zeigen die Herrscherfamilien im Kreise von Gottheiten, demonstrieren so den Machtanspruch des Herrscherhauses und beschwören den Zusammenhalt der Dynastie. Bis heute ist nicht abschließend geklärt, mit welcher Technik diese großen und extrem seltenen Edelsteine bearbeitet worden sind. Gerhard Schmidt aus Idar-Oberstein hat diese kostbare Gattung römischer Hofkunst an den weltweit verteilten Originalen untersucht und als professioneller Gemmenschneider die Fertigungstechnik experimentell erforscht. Die Ausstellung zeigte neben originalen römischen Schmucksteinen aus dem privaten Bereich, Nachschnitte antiker Prunkkameen aus der Sammlung Schmidts.
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